Traditionsraum der BGSK Coburg

Unser Traditionsraum in der BGS-Kaserne von 1995 bis 2009

 

Entwicklung und Schließung der Traditionräume der BGS Kameradschaft Coburg in der Hindenburgkaserne von 1995 bis 2009.

 

Nach vielen Vorgesprächen setzte sich der Präsident des GSK Süd, Herr Dieter Mechlinski persönlich für die Einrichtung eines Traditionsraumes in der Kaserne ein und ebnete dafür den Weg.

Für die BGSK Coburg war dies wie ein „Sechser im Lotto“, zumal die bisherigen Zusammenkünfte in den wechselnden Wirtshäusern entfielen.

Die Kameradschaft erhielt im Untergeschoss des Hundertschaftsgebäudes der 6. und 7./GSA II/2 zwei Räume, welche ehemals als Handwerkerstuben für den BGS-Standort dienten und dementsprechend auch geschwärzt waren.

Ab Mai 1995 wurden diese Räume in mehrmonatiger Arbeit, allen voran der ehemalige 1. Vorsitzende Norbert Kraus, 2.Vorsitzender Albert Teufel, Schriftführer Heiner Baumann sowie die Kameraden Herbert Hänsel, Richard Schuhmann und vielen weiteren Helfern hergerichtet. Die Materialen und das Mobiliar wurde durch Norbert Kraus besorgt und die Kosten aus der Vereinskasse entnommen.

Der vordere größere Raum diente als Gemeinschaftsraum, der hintere kleinere Raum wurde als Geschäftszimmer und Versorgungspunkt eingerichtet.

Am 9. Dezember 1995 erfolgte die „Einweihung“ der Räumlichkeiten in Verbindung mit einer Adventsfeier.

Nunmehr fanden die Pokale, Ehrenteller und sonstige Erinnerungsstücke ihren Ehrenplatz in den wunderbar hergerichteten

Räumen.

Mit der zuständigen Bundesvermögensverwaltung in Bayreuth wurde ein Mietvertrag abgeschlossen.

Somit fand nun zu aller Zufriedenheit das Vereinsgeschehen in diesen Räumlichkeiten statt.

Die Vorstandschaft setzte den Kameraden Herbert Hänsel mit seiner Ehefrau Marga als „ Betreuer“ des Traditionsraumes ein, welche auch die Bewirtung übernahmen. Dieses Amt wurde später dem Kameraden Wilhelm Grimm als "Organisationswart " übertragen.

Dieser glückliche Zustand wurde leider durch die Auflösung des BGS-Standortes Coburg und die Übergabe der Kaserne am 02.09.1999 an das Bundeswehrverbindungskommando 673 beendet.

Die zuständige Bundesvermögensverwaltung ließ jedoch noch ein Jahr die Heizung weiter betreiben. Nach einem Jahr wurde die Heizung abgestellt. Nachdem nun nicht mehr geheizt wurde und es auch kein warmes Wasser mehr gab, wurde es für die gemeinsamen Treffen in diesen Räumen sehr ungemütlich. Die Kameraden ließen sich jedoch nicht unterkriegen und es wurde mit selbst besorgten elektrischen Heizöfen für Wärme gesorgt.

Zwischenzeitlich hatte die Bundesvermögensverwaltung ihre Aufgaben an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben und es wurde noch ungemütlicher; sie verlangten eine höhere Miete, dafür aber waren die Toiletten wegen Wassermangel nicht mehr benutzbar. Es war einfach skandalös.

Unsere Räume waren also nur noch in den Sommermonaten und auch nur für Männer benutzbar. Es konnte unseren Frauen doch nicht zugemutet werden, sich irgendwo in „ die Büsche „ zu schlagen.

Ab 2008 kam man dann zu dem Entschluss diesen Traditionsraum aufzugeben. Es wurden Möglichkeiten gesucht irgendwo anders unterzukommen. Leider war diese Suche negativ und auch die Stadt Coburg hatte keine Räumlichkeit für unser „kleines Museum“.

Nach Befragung und Abstimmung in der Jahreshauptversammlung 2009 wurde nun beschlossen, diesen Traditionsraum zu kündigen.

Am 17.06.2009 wurden die Räume übergeben, nachdem alle Pokale, Erinnerungsstücke und Bilder untergebracht bzw. neue Besitzer fanden. Ein großer Teil der Erinnerungsstücke wurde dem Staatsarchiv Coburg ( Herrn Horst Gehringer) übergeben.

Diese schönen Pokale finden nun wieder eine Verwendung, da sie vom 1. Vorsitzenden Klaus Röder aufpoliert und neu graviert für die zweimal im Jahr stattfindenden Lufgewehrschießen als „Siegerpokale ausgeschossen werden. Die Pokale bleiben somit in der „BGS-Familie“.

Als neues Vereinslokal wird die Gaststätte „Schnitzelstube“ in Triebsdorf genutzt. Dort durfte auch die große

" Deutschlandtafel" mit den BGS-Standorten angebracht werden.

(Autoren: Manfred Rodenburger, Heinz Haller und Hans Rauscher)